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Spezialwissen

Wer war St. Martin?

Wer war dieser St. Martin überhaupt?
Und was genau feiern wir eigentlich am 11. November, dem St. Martinstag Jahr für Jahr? Lisa Luchs hat ein paar Nachforschungen angestellt und weiß jetzt viel besser Bescheid.

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Wer war St. Martin?
Wer war St. Martin?

Wer war St. Martin?

Erstmal war St. Martin nur Martin. Ohne St. vor seinem Namen. Das St. ist die Abkürzung für Sankt und bedeutet, dass er von der Kirche heiliggesprochen wurde. Im Jahr 331 nach Christus wurde der noch sehr junge Martin ein römischer Soldat.

Das hat er sich nicht ausgesucht, das musste er, da sein Vater ein römischer Offizier war. Der römische Kaiser Konstantin der Erste hatte nämlich befohlen, dass alle Kinder von Berufssoldaten auch in die Armee mussten. Schon zu der Zeit sollen seine Kameraden Martin für besonders freundlich und hilfsbereit gehalten haben.

Und was war da mit diesem halben Mantel?

Und was war da mit diesem halben Mantel?

Ja, der berühmte geteilte Mantel. Nach ein paar Jahren in der Armee war Martin bereits ein Offizier der Garde, also ein hochrangiger Soldat, mit prunkvoller Rüstung und einem besonders schönen Pferd. Er war in Amiens stationiert, das liegt in Frankreich. Einer Legende nach ist ihm an einem sehr kalten Wintertag vor der Stadt ein Bettler entgegengekommen.

Keiner soll den Bettler beachtet haben, obwohl er kaum Kleidung trug und um Hilfe flehte. Nur Martin kümmerte sich um ihn. Er soll mit seinem Schwert seinen dicken Mantel zerteilt und dem Bettler die eine Hälfte geschenkt haben. So hat er ihn davor bewahrt zu erfrieren. In der darauffolgenden Nacht träumte Martin dann, dass Jesus dieser Bettler war, dem er mit seinem halben Mantel das Leben gerettet hatte. Daraufhin änderte Martin sein Leben. Er verließ die Armee und wurde Mönch.

Aber wieso heißt er denn jetzt Sankt Martin?

Aber wieso heißt er denn jetzt Sankt Martin?

Als Mönch lebte er bescheiden und allein in Ligugé in Frankreich. Er half den Menschen, die Hilfe brauchten und war sehr beliebt. Eines Tages starb der Bischof der großen Stadt Tours.

Jetzt brauchten die Bürger einen neuen Bischof und sie wollten Martin dafür. Aber Martin wollte nicht. Er wollte lieber weiter bescheiden leben. Er wollte das hohe Ansehen und den ganzen Prunk gar nicht. Es soll dann sogar so weit gegangen sein, dass die Bürger ihn immer mehr dazu drängten, sodass er weglief und sich im Gänsestall vor ihnen versteckte. Aber die Gänse schnatterten so laut und verrieten sein Versteck. Das traditionelle Gänseessen soll etwas mit dieser Begebenheit zu tun haben.

Schlussendlich hat er sich doch zum Bischof ernennen lassen. Aber unter dem Kompromiss, dass er weiter in Bescheidenheit und zu Hause leben konnte. Wie erwartet, machte er seine Sache sehr gut und die Bürger waren zufrieden. So sehr, dass er nach seinem Tod heiliggesprochen wurde und wir ihn als St. Martin kennen.

Geocachen - die richtige Ausrüstung

Lisa meint:

Also das muss ja echt ein toller Typ gewesen sein, wenn man bedenkt, dass wir ihn noch heute so groß feiern. Mit Laternenumzügen, Martinssingen und Gänseessen. Feierst du auch den St. Martinstag am 11. November? Vielleicht gehst du auch bei einem Laternenumzug mit? Wenn du noch keine Laterne hast, haben wir hier eine Anleitung, wie du dir selber eine Ferdi Fuchs oder Ingo Igel Laterne basteln kannst.

Bastelanleitung: Ferdi Laterne
Bastelanleitung: Ingo Laterne

Lisa Luchs und das ganze Ferdi-Freunde-Team wünschen dir einen tollen St. Martinstag.

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