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Spezialwissen

Warum feiern wir Nikolaus?

Am Abend des 5. Dezember werden überall die Schuhe und Stiefel geputzt, um sie vor die Tür zu stellen.
Denn am nächsten Tag, dem 6. Dezember, ist Nikolaustag und wir finden viele tolle Leckereien und Überraschungen darin. Aber woher kommt eigentlich dieser Brauch? Lisa hat sich mal wieder schlau gemacht und hat hier einige interessante Antworten für dich gefunden:

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Warum feiern wir Nikolaus?
Wer war dieser Nikolaus

Wer war dieser Nikolaus?

Der Nikolaus, den wir kennen, ist aus Schokolade und sorgt dafür, dass die Wartezeit auf Weihnachten nicht zu lange dauert. Aber wusstest du, dass es ihn wirklich gegeben haben soll? Also natürlich nicht aus Schokolade, sondern als echten Menschen. Das ist schon so lange her, dass die Historiker (das sind Wissenschaftler, die sich mit unserer Geschichte beschäftigen) nicht genau sagen können wann.

Sie vermuten, dass er ungefähr 280 Jahre nach der Geburt Christi, also nach dem Anfang unserer Zeitrechnung, gelebt hat. Das ist noch laaange vor dem Mittelalter. Er war der Bischof von Myra, was in der heutigen Türkei liegt. Dass er also den ganzen Tag einen dicken roten Wintermantel getragen hat, wie der aus Schokolade, ist sehr unwahrscheinlich. Ok, wahrscheinlich auch keine kurzen Hosen mit T-Shirt und Flip-Flops. Ha ha! Aber egal was er wirklich anhatte, er war ein sehr beliebter Bischof, der den Menschen gerne geholfen hat, wo er nur konnte.

Nikolaus - Warum stellen wir die geputzten Schuhe raus?

Warum stellen wir die geputzten Schuhe raus?

Nun, das hat etwas mit einer Geschichte zu tun, die zeigt, was Nikolaus für ein netter Mensch war. In seiner Nachbarschaft wohnte ein Mann mit drei Töchtern. Zu der Zeit war es üblich, dass Väter eine sogenannte Mitgift zahlen mussten, wenn ihre Töchter heirateten. Mitgift? Gift? Keine Sorge, das hat nichts mit Gift zu tun. Dieser alte Begriff bedeutet „etwas mitgeben“. Im Englischen bedeutet „gift“ übrigens „Geschenk“.

Der Mann konnte diese Mitgift aber nicht bezahlen und war so arm, dass er schon überlegte, seine Töchter zu verkaufen. Heute ist das unvorstellbar und zum Glück leben wir in anderen Zeiten! Damit er das also nicht tun musste und seine Töchter heiraten konnten, schlich Nikolaus nachts an das Haus des armen Mannes mit seinen Töchtern und warf Gold durch das Fenster. Wegen dieser Legende entstand dann der Brauch, dass man am 6. Dezember seine Schuhe vor die Tür stellt, damit der heilige Nikolaus auch da etwas hineinstecken kann.

Der geheime Keks Code

Der geheime Keks Code

Jetzt wird es richtig interessant. Sicherlich kennst du Spekulatius, diese leckeren, süßen Weihnachtskekse, oder? Aber wusstest du auch, dass die Bilder darauf eine Geschichte erzählen? Und zwar nicht irgendeine Geschichte, sondern die des heiligen Nikolaus! Die Mühle steht zum Beispiel für „Das Kornwunder“.

Es gab eine Hungersnot in Myra und es lag ein Schiff im Hafen, das voller Getreide war. Das Getreide war genau abgewogen und für den Kaiser von Byzanz bestimmt. Bischof Nikolaus bat die Seefahrer darum, etwas von der Ladung abzugeben, um den Menschen von Myra zu helfen. Er versprach auch, dass es keinen Ärger mit dem Kaiser geben werde.

Die Seefahrer haben sich überreden lassen und einen Teil abladen lassen. Als sie dann in Byzanz ankamen, war die Ladung komplett, wie bestellt! Als hätten sie nichts abgegeben. Wow, das war ein Wunder! Die Leute aus Myra aber konnten zwei Jahre von dem Getreide leben. Also wenn du das nächste Mal einen Spekulatius futterst, der aussieht wie eine Mühle, weißt du Bescheid, dass er das Kornwunder vom Bischof Nikolaus von Myra symbolisiert.

Lisa meint

Lisa meint:

Jetzt wissen wir, was Nikolaus für ein netter Mensch gewesen sein muss. Wenn du am Nikolaustag auch etwas Nettes tun willst, dann hat Franzi hier eine tolle Idee für dich.

Das Freunde-Team wünscht dir einen schönen Nikolaustag!

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